Kritischer Vergleich der zukunftsweisenden Produktionskonzepte Agile Manufacturing, Biological Manufacturing und Fraktale Fabrik

Kritischer Vergleich der zukunftsweisenden Produktionskonzepte Agile Manufacturing, Biological Manufacturing und Fraktale Fabrik

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Inhaltsangabe:Einleitung: Tiefgreifende VerAcnderungen der gesellschaftlichen, politischen, Apkonomischen und technischen Rahmenbedingungen stellen die Unternehmen an der Schwelle zum 21. Jahrhundert vor neue Herausforderungen. ZukA¼nftige Erfolge sind in hohem MaAŸe von der FAchigkeit der Unternehmen abhAcngig, Wege zu finden, mit denen den neuen Anforderungen begegnet werden kann. Die sich immer schneller wandelnden Marktanforderungen und der stAcndig steigende internationale Wettbewerbsdruck erfordern es, sAcmtliche Leistungspotentiale eines Unternehmens zu nutzen. Dies fA¼hrt dazu, daAŸ in der Vergangenheit weniger beachtete Potentiale, wie die der Produktion, in den Mittelpunkt des Interesses rA¼cken. Werden die heute eingesetzten Fertigungskonzepte allerdings mit den Erwartungen, die an ein leistungsstarkes, zukunftsorientiertes Produktionssystem gestellt werden, verglichen, so fA¼hrt dies zu der ernA¼chternden Erkenntnis, daAŸ sie in wesentlichen Punkten wie FlexibilitAct, AnpassungsfAchigkeit, Integration des Menschen und der BerA¼cksichtigung von Apkologischen Aspekten nicht mehr den Anforderungen entsprechen. Top-Down-Orientierung, zentralisierte Kontrolle und Steuerung, die Sichtweise des Unternehmens als statisches, geschlossenes System oder die Aœberbetonung der Informationstechnik sind charakteristisch fA¼r bestehende Fertigungssysteme. Mit diesen Prinzipien wurde in der Vergangenheit versucht den Erfolg zu sichern, sie sind heute aber dafA¼r verantwortlich, daAŸ die bisherigen Fertigungssysteme die Grenzen ihrer LeistungsfAchigkeit erreicht haben, denn sie funktionieren nur dann zufriedenstellend, wenn die Rahmenbedingungen, fA¼r die sie konzipiert wurden, sich nicht wesentlich verAcndern. Ein wesentlicher Erfolgsfaktor zukA¼nftiger Produktionssysteme ist deshalb die Umsetzung des Paradigmawechsels weg von einer deterministischen, zentralisierten Top-Down-Orientierung in Unternehmen hin zu einer dynamischen, dezentralen Bottom-Up-Sichtweise, die es den Unternehmen ermApglicht qwirklichq flexible Systeme aufzubauen, die nicht nur qso tun als obq. Die wachsende Bedeutung der Produktion und die fortschreitende UnfAchigkeit der bestehenden Fertigungssysteme den gewandelten Anforderungen gerecht zu werden, fA¼hrten weltweit in den letzten Jahren zur Suche nach neuen LApsungsansActzen fA¼r zukunftsweisende Fertigungskonzepte. Ein zentrales Projekt ist das internationale Intelligent Manufacturing Systems Programms (IMS), das nach einer mehrjAchrigen erfolgreich abgeschlossenen Machbarkeitsstudie 1995 begonnen wurde. Ziel dieses Programmes ist es durch eine koordinierte, internationale Zusammenarbeit ein neues Produktionsparadigma zu entwickeln und umzusetzen, das sich an den wesentlichen Wettbewerbsanforderungen der zukA¼nftigen industriellen Produktion orientiert . Teilgebiete dieses weltweiten Forschungsprojektes sind die Produktionskonzepte a€žAgile Manufacturinga€œ, (USA), a€žBiological Manufacturingq (Japan) und die a€žFraktale Fabrikq (Deutschland). Jeder dieser drei neuartigen AnsActze ist in den letzten Jahren in einer der drei fA¼hrenden Wirtschaftsregionen als Reaktion auf die Probleme entstanden, mit denen sich Unternehmen heute in zunehmenden MaAŸe auseinandersetzen mA¼ssen, wenn sie versuchen den gewandelten Produktionsanforderungen mit traditionellen industriellen Produktionsstrukturen zu begegnen. Neben dem IMS-Programm gibt es noch weitere AktivitActen, die sich mit der Produktionsgestaltung befassen, Beispiele hierfA¼r sind die Modulare Fabrik, Business Reengineering oder Lean Produktion. Ein Unternehmen, das ein zukunftstrAcchtiges Fertigungskonzept einfA¼hren mApchte, steht vor dem Problem sich das a€žrichtige Konzeptq aus der Vielzahl der angebotenen LApsungsvorschlAcge heraussuchen zu mA¼ssen, denn das Angebot an Konzepten zum Thema Produktionsgestaltung ist breit gefAcchert. Die sich auf diesem Gebiet in den letzten Jahren abzeichnende a€žInflation der absoluten Wahrheitenq fA¼hrte dazu, daAŸ viele Unternehmen neuen Ideen skeptisch gegenA¼berstehen, denn sie wurden in der Vergangenheit hAcufig mit der fA¼r sie bitteren Erkenntnis konfrontiert, daAŸ die angestrebten Verbesserungen nicht bei ihnen, sondern lediglich in den Bilanzen diverser Unternehmensberater eingetreten sind. Ein kritischer Vergleich der vielfAcltigen AktivitActen auf dem Gebiet der Produktionsgestaltung erscheint notwendig um, verlAcAŸliche Aussagen A¼ber die Erfolgsaussichten der verschiedenen AnsActze machen zu kApnnen. Ziel dieser Diplomarbeit ist es anhand von Vergleichskriterien Gemeinsamkeiten, Unterschiede sowie StAcrken und SchwAcchen der Konzepte Agile Manufacturing, Biological Manufacturing und Fraktale Fabrik zu erarbeiten. Gang der Untersuchung: Im ersten Teil dieser Diplomarbeit werden die wissenschaftlichen Grundlagen bzw. Leitideen der drei ausgewAchlten flexiblen Fertigungskonzepte und deren Umsetzung in den jeweiligen AnsActzen vorgestellt. Im zweiten Teil der Arbeit erfolgt ein Vergleich der drei Produktionskonzepte anhand von zu erarbeitenden Kriterien bei dem Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausgearbeitet werden sollen. In einem abschlieAŸenden ResA¼mee sollen StAcrken und SchwAcchen der jeweiligen AnsActze aufgezeigt werden. Als Grundlage zur Darstellung der Konzepte dienen beim Agile Manufacturing die Arbeiten von Kidd und Goldman, Nagel, Preiss, beim Biological Manufacturing die AnsActze von Ueda und Okino und bei der Fraktalen Fabrik die Arbeiten von Warnecke und Kollegen. Inhaltsverzeichnis: 1.Die industrielle Produktion auf der Suche nach einem neuen Paradigma 2.Biological Manufacturing Systems 2.1Der Weg von der NC-Maschine zum Biological Manufacturing System 2.2Das Biological Manufacturing System von Okino 2.2.1Nutzbare Merkmale biologischer Systeme 2.2.2Modellvorstellungen des BMS und ihre wissenschaftlichen Grundlagen 2.2.2.1Methaphermodell 2.2.2.2Modelon-Modell 2.2.3AnsActze zur Umsetzung eines BMS als Bio-Modelon-Modell 2.3Das Biological Manufacturing System von Ueda 2.3.1Ansatzpunkte des Modells 2.3.2Wissenschaftliche Grundlagen 2.3.2.1Biologische Informationstypen 2.3.2.2Vergleich der Lebenszyklen biologischer Organismen und kA¼nstlich erzeugter Objekte 2.3.2.3Speicherung und Aœbertragung genetischer Informationen 2.3.2.4Grundgedanken des Artificial Life-Konzepts 2.3.3AnsActze zur Umsetzung eines DNA-basierten BMS 2.3.3.1Das Modellkonzept 2.3.3.2Beispiel eines DNA-basierten BMS 3.Die Fraktale Fabrik 3.1Ansatzpunkte der Fraktalen Fabrik 3.2Wissenschaftliche Grundlagen 3.2.1Chaostheorie 3.2.2Fraktale Geometrie 3.3GrundzA¼ge der Fraktalen Fabrik 3.4Gestaltungsmerkmale der Fraktalen Fabrik 3.5Beispiel fA¼r die Realisierung einer Fraktalen Fabrik 4.Agile Manufacturing 4.1Ansatzpunkte des Agile Manufacturing 4.2Abgrenzung und Definition von Agile Manufacturing 4.2.1Abgrenzung des Konzeptes 4.2.2Definition von AgilitAct und Agile Manufacturing 4.3Gestaltungsmerkmale des Agile Manufacturing 4.4Das virtuelle Unternehmen als Unternehmenskonzept des Agile Manufacturings 5.Kritischer Vergleich der drei Konzepte 5.1Vorgehensweise des Vergleichs und Vorstellung der Kriterien 5.2Allgemeiner Vergleich 5.2.1Annahmen 5.2.2Zielsetzungen 5.2.3Bezugsrahmen 5.2.4Anwendungsreife 5.3Vergleich der Umsetzung angestrebter Eigenschaften 5.3.1FlexibilitAct und schnelle AnpassungsfAchigkeit 5.3.2Mitarbeiterorientierung 5.3.3Kundenorientierung 5.3.4BerA¼cksichtigung von A–kologie und sozialen Aspekten 6.ResA¼mee Literaturverzeichnis ErklAcrungZ Die Fraktale Fabrik 3.1 Ansatzpunkte der Fraktalen Fabrik Die industrielle Produktion befindet sich in einer Phase des Umbruchs. Wachsende Marktdynamik, gestiegene QualitActsanforderungen, differenziertere KundenwA¼nsche, anbsp;...


Title:Kritischer Vergleich der zukunftsweisenden Produktionskonzepte Agile Manufacturing, Biological Manufacturing und Fraktale Fabrik
Author: Anngret Ballweg
Publisher:diplom.de - 2001-05-02
ISBN-13:

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